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Junkgirl
 
Der Kaviar ist heute aus, die Harfe ist verklungen.
Laudatios sind gesprochen und Arien gesungen.
Der Tag ist nun Geschichte, verklingt im Abendrot.
Und noch bevor ich dichte, da bin ich auch schon tot.
Ich nehme meine Worte und bring sie aufs Papier
                  ich wünsche dir die Hölle, die du gewünscht hast mir.
 
Für ein Leben ohne Zukunft, lenkt ein Gedanke Gutes fort.
           Meint der Teufel, folgt mir, hört mich, denn was zählt, das ist mein Wort.
 
             Still mein Freund, ich hör dein Lachen, unter´m Kummer kannst du´s sehen.
        Fag ihn nicht den Narren Teufel, frag ihn nicht, kannst einfach gehen.
 
 
 
 
Nein, das ist kein gutes Feuer
vertraue deinem Blick
es ist ein böser Trick
Seelen sind teuer
Teurer noch als Träume
tu´s auf deine Weise
geh auf deine Reise
verbrannt sind heut´ die Bäume
Verbrannt ist heut´ die Tat
Verglüht in einer Nacht
Wer hat sie mitgebracht
Des Bösen teurer Rat
Mit einem Blick ins Feuer
wird dir auf einmal klar
die Reue ist´s, dies war
deine Seele ist nicht teurer.
Wem willst du es erklären
wem, wenn nicht dir allein
deine Seele ist nicht rein
Gedanken werden währen.
So hilflos bist du dann
steht ganz allein am Rand
hast das System erkannt
Und ES tut was es kann.
  
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dinge die nicht sein können
 
im Sommer Regen
im Winter Sonne
im Frühling Schnee
im Herbst Schatten
 
in Trauer Freude
im Glück Schmerz
in Verzweiflung Hoffnung
in Liebe Verachtung
 
in Farbe Lustlosigkeit
in Bewegung Stillstand
in Musik Worte
in Liedern Vertrautes
 
im Neuen Altes
im Alten Neues
im Gleichen Anderes
im Anderen Gleiches
 
am Morgen Müdigkeit
am Abend Energie
am Tage Dunkelheit
in der Nacht
Wahrheit.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zukunft
 
Wo einst der Mensch in vollen Gnaden
auf das Wachsen hat geschaut
da sitzen heut´mit Unbehagen
die Zweifler und bereden laut
die Zukunft scheint so, ist geschrieben,
mit jedem Tag erblüht der Geist
auch wenn des Geistes Grenzen folgen
der Geist ist es, der Grenzen reißt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eine kleine Geschichte über die Kunst, die Dinge gelassen zu nehmen
im Präteritum
 
 
In einem kleinen Dorf am Rande der Stadt, wohnte ein alter Mann. Jeden Tag um die selbe Zeit ging er aus dem Haus um seine Hühner und seinen immer wieder kehrenden Hahn zu füttern.
Die Nachbarn mochte er nicht und so vermied er jeglichen Blickkontakt.
Sein einziger Kontakt zu den Nachbarn beschränkte sich darauf, dass sie sich in regelmäßigen Abstanden über seine zu dicht an ihr Grundstück gestellten Mülltonnen beschwerten.
Sie kamen nicht zu ihm, nein, er konnte von seinem Fenster aus sehen, wie sein Nachbar die Mülltonne mit einem seufzenden Lächeln und einem Kopfschütteln auf ihren eigentlichen Platz stellte.
Er wusste nie, ob er glücklich oder traurig darüber sein sollte.
Wenn er dies beobachtete, spürte er ein Lächeln auf seinen Wangen allerdings drängte er es mit aller Anstrengung zurück.
Warum hatte er selbst vergessen.
Es war einfach so, wer das nicht akzeptierte, konnte ihm gestohlen bleiben. Und das waren dann auch die meisten Menschen.
Eines Tages, es war wieder einmal Winter geworden, sah er seinen Freund vor dem Fenster stehen, schaute hindurch und sah ihn hektisch mit den Armen fuchteln. Es war mehr als wahrscheinlich, dass er ihn damit auffordern wollte die Tür zu öffnen.
Er öffnete die Tür.
„Was ist los?“ fragte er gelangweilt.
„Dein Nachbar hat eine Mülltonne direkt vor deine Ausfahrt gerollt!“
Sein Freund, der einmal die Woche vorbei kam, riss entsetzt die Augen auf. Er wollte ihn unmöglich wütend sehen und irgendwie fuchtelten seine Arme immer noch.
„Ja und?“ gelangweilt kratze er sich am Rücken..
Innerlich kochte er.
„Wie `ja und´, willst du nicht rüber gehen und diesem Snob mal gehörig die Meinung geigen?“
Später am Tag, nachdem er lange und ausgiebig darüber nachgedacht hatte, wie er seinem Nachbar gegenüber treten sollte, stand er aus seinem Sessel auf und schneuzte sich entschlossen.
Seine Wut war währenddessen ins Unermessliche gestiegen, jeder Schritt fiel ihm schwer, er ballte die Fäuste und wäre einmal fast laut fluchend über seine Schuhe gestolpert, die im Flur lagen.
Dann, als es dämmerte, entschloss er sich zu seinem Nachbarn zu gehen und die Sache ein für allemal zu klären.
Schnellen Schrittes mit vorgebeugtem Oberkörper, rausgestrecktem Kinn und verschränkten Armen stampfte er durch den Schnee, vorbei an seiner Mülltonne
und klingelte an der Tür seiner Nachbarn.
Sein Herz pochte wütend, seine Lippen waren zugekniffen und er nuschelte unentwegt etwas vor sich hin während er Sturm klingelte.
„Ich habe auch noch anderes zu tun!“ dachte er laut und zischte. „Wo bist du bloß?“
Er trat einen Schritt zurück und blickte auf zu den Fenstern.
Ihn wunderte, dass keine Gardinen mehr dort hingen.
Er kratzte sich am Kopf und klingelte noch einmal.
Nun dämmerte es auch ihm, die Nachbarn waren ausgezogen.
Wütend stampfte er zurück;
eins war klar.
Morgen würde es Hühnersuppe geben.
 
Ähnlichkeit mit noch lebenden Personen und Hühnern sind rein zufällig
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Heute
 
Ich denke heute nicht viel nach
mache einfach was ich will
vielleicht schreie ich laut wie ein Esel
vielleicht bleib ich auch still
 
Ich glaube heute mal nicht an Gott
ich glaube heut ans Böse
Diamanten sind heute Schrott
und Brummkreisel Getöse
 
Heute frag mich lieber nicht
ob ich dich lieben würde
ich führ mich heut selbst hinters Licht
und nehm dadurch jede Hürde.
 
Nicht einmal mich
nehme ich heute wichtig
ich glaube
das ist heute
und nicht nur
heute
richtig
!!!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
…und in der Ferne stirbt ein Vogel…
 
Es ist Morgen.
Zeit trägt die Gedanken.
Unter uns ist der Boden weich und schwammig.
Die Schritte aber fest und entschlossen
der Weg ungenau und wenig präzise.
Nichts ist sicher. Auf den Brüsten liegt die Last,
die Männer und Frauen denken gleich.
Ein Krieg, nein zwei, sind ausgebrochen.
Die Strahlen der Sonne sind Nutzen und Last zugleich…
…und in der Ferne stirbt ein Vogel…
fällt dir zu Last, direkt vor deine Füße.
Irgendwie stirbst du mit ihm,
denn was zählt sind nicht die Tage,
nicht die Schritte,
 nicht die Last.
Was zählt, sind die Momente, die Beobachtung, die Gedanken.
Es war dir egal, gib es zu, es war dir egal.
Nun lebst du hier und siehst ihn sterben.
…nichts passiert.
Jeden Morgen stehst du an deinem Fenster
und es geschieht einfach nichts
. …nur in der Ferne stirbt ein Vogel…
 
 
 
 
 
 
 
Tanzende Schatten
 
 
Unter glühender Sonne
tanzen Schatten die nichts wissen
von Liebe, Schmerz und Einsamkeit.
Im strömenden Regen
steht ein Schatten und ahnt nichts
von Kälte, Hass und Angstschweiß.
In der glühendsten Hitze
fragt mich mein Schatten
ob er gehen darf
und ahnt nichts von meiner Angst.
 
Der Himmel über uns ist nicht gekommen
und eine Weile habe ich gedacht
er hätte mich genommen
um sein Abbild zu sein
nicht nur im Sonnenschein, nicht nur im Regen.
 
Ohne Licht kein Schatten
ohne Angst kein Mut
mein Schatten fragt mich nie
wovor ich mich fürchte
er sagte nur; alles wird gut
unter der Sonne
tanzen viele Schatten
die nichts ahnen von Schmerz, Trauer und der
Einsamkeit
die mich heimsucht sobald ich nicht mehr unter ihnen weile.
 
und eine Weile habe ich gedacht
er hätte mich genommen
um sein Abbild zu sein.
 
 
 
 
Die Stadt der tausend Jahre
 
Verdient hat sie niemand
doch die Seelen bleiben
gefangen in den Säälen der Eitelkeit
und Missgunst.
Ein Funke Liebe entzündet Hoffnung
der Menschen. Die im Keim ihrer Gedanken ersticken
blicken voller Neid in den Himmel
und fragen nach Lösungen und
Antworten auf ungeklärte Dinge.
Gerne würde man ihnen helfen,
doch die Betäubung des Schmerzes
ist ihre einzige Wahl.
Keine Lösung, nur ein Weg der
Bequemlichkeit, ein weiterer Weg
unter der Nacht im klaren
Wahnsinn.
 
 
 
 
 
Kunst im Tierreich
 
 
Fragt die Elster einen Raben
kann ich mal das Blingbling haben?
Fragt der Fuchs am frühen Morgen.
Kann ich mir dein Fahrrad borgen?
Sagt der Fisch in lauen Nächten.
Dafür werden wir dich ächten.
 
Meint ein Schwarm von Schmetterlingen.
Wir sind Raupen, lass uns singen.
Eines Tages wird es schön.
Wartet ab, ihr werdet´s  sehn.
Wir werden in der Höhe fliegen.
Und jeden Schwarm von Hass besiegen.
Sing du dein Liedchen nicht zu laut.
Tu es nicht, sonst wirds geklaut.
Sing dein Liedchen lieber nicht.
Dann geht´s dir besser, glaube mich.
 
Und sitz weiter in deinem Dunst.
Glaube mir bloß nicht
es ist Kunst.
 
Kunst, die nur ein Schwein versteht.
Sag mir aber erst wie´s geht.
Sagt die Schlange, mit Angst und Bange.
Und dann verlasse meine Räume.
Und lass ihn hier, den Platz für Bäume.
Jedes Tier braucht seinen Raum.
Ich füttere sie, du merkst es kaum.
Und sitz weiter du im Dunst,
glaube mir, denn das ist Kunst.
 
Kunst ist wie ein laues Lüftchen.
Weht mal hier hin, weht mal dort hin…
…und hinterläßt ein feines Düftchen.
 
 
 
 
Kopie des Wahnsinns
 
Verzweifelstes Lächeln seit jeher
blickt herüber
seit jeher
Macht mich verrrückt
schon immer
seit langem ein Lächeln
wie meins.
 
Nichts macht mich trauriger
seit damals
nichts zerstört meine Hoffnung
seit je her,
ein Lächeln wie meins.
Blicke die stumm eine Liebe bezeugen?
Verwandlung zum Guten
im Bösen des Wandels
seit je her
ein Lächeln wie meins.
Augen die schlagen
wie Regen der farbig
die Scheibe des Spiegels im Mondeslicht färbt
seit langem, seit je her
mein Lächeln kopiert.
Ein Lächeln
wie meins.
Kopie des Wahnsinns.
 
 
 
 
 
Perlentauchen in Dänemark
 
Schwarze Gedanken.
Der Wille zum Leben
im Herzen gegeben.
Der Wille zum Sterben
kein Mensch wird ihn erben.
In Angst nun geboren
zum Sterben erkoren-
ein Denken der Weisen
Gedanken anpreisen
verloren im Sturm
nicht außer der Liebe
zum Tiefgang, zum Meer.
Nichts außer der Aussicht
auf Schätze im Dunkeln.
Nichts außer den Augen,
die bösartig funkeln.
Wie Perlen.
Die zu suchen es sich lohnt.
Dort wo die Liebe eigentlich wohnt.
Im Herzen, im Sturm. 
Blutadern die pochend
die Perlen vernichten.
Der Taucher erstickt,
seine Arbeit verrichten
nun Meer und Wind
natürlich im Sturm.
 
 
 
 
Herrliche Zeit
 
Herrliche Zeit
und dann sowas.
Er sagte:
„Leb wohl!“
und zog seine Schuhe aus.
 
 
 
Stalk
 
 
Ungefragt ein Zeichen setzen
eine Narbe
Ungewollt ein Leben zerstören
eine Farbe
schwarz wie die Nacht die Szene
die ich ersehne.
Dich zu zerstören
ist das Ziel
nicht dazu zu gehören.
Gehört zum Spiel.
Manchmal ist immer.
Und selten nie.
Ausgespäht hasst du mich.Du unsagbare Fantasie.
 
 
 
„Kunst ist wie ein laues Lüftchen.
Weht mal hier hin, weht mal dort hin…
…und hinterlässt ihr feines Düftchen.“
 
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Über silviamartini

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